Das Objekt ist beschädigt, zumeist komische Gedichte aus einer brüchigen Welt von Jan-Eike Hornauer, 2016, MUCDas Objekt ist beschädigt.
Zumeist komische Gedichte aus einer brüchigen Welt von Jan-Eike Hornauer (2016, MUC Verlag).
Besprechung von Thorsten Thorstensen für LYRIKwelt.de, Januar 2017:

Die Skurrilitäten des Alltags

Wenn es skurril wird, ist Jan-Eike Hornauer am stärksten. Deshalb mag ich Gedichte wie „Kurze Anbahnungsphase“, „Kurze Geschichte der Metrik“, „Berechtigte Aufforderung, leider in den leeren Raum geplärrt“ oder „Heftiger Regenschauer, vom Schreibtisch aus beobachtet“ am allerliebsten. Das Alltägliche wird hier symbolisch aufgeladen, das scheinbar Normale ins Gegenteil verkehrt. So entstehen wunderbar-groteske Wortgebilde, die eine Reibefläche bilden, an der sich der Leser – und selbstverständlich auch die Leserin – entzünden.

Wer experimentelle Lyrik sucht und das Unverständliche an Gedichten liebt, wird freilich mit den sechs Kapiteln, die gekonnt Gereimtes mit dem Genre des Kinder- und Fußballgedichtes verbinden, aber auch die lakonische Eleganz der Verknappung sowie explizite Liebeslyrik zusammenfügen, wenig anfangen können. Alle anderen jedoch werden sehr gut unterhalten und sich erfreuen an etwas, das die Lyrik zu allen Zeiten auch ausgemacht hat: echte Leselust, die vergnüglich den Un- und Tiefsinn des Lebens auslotet.

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