Die Liebe unter Aliens.
Prosa von Terézia Mora (2016, Luchterhand).
Besprechung von hei in der WAZ vom 21.11.2016:

Wenn Aliens lieben

Einsam, sich selbst und die Welt fremd waren die Menschen, die Terézia Mora in ihren Werken leben lässt, schon immer. Das Personal ihres Erzählbandes "Die Liebe unter Aliens" aber formiert sich zu einer Armee der Nicht-Existenzen, die auch des Lesers Leben empfindlich angreift. Da trampt ein junges Paar ans Meer: Hoffnung am Horizont eines prekären Daseins, aber dann erwacht der Junge nach einem Randstreifen-Nickerchen allein. Da rennt einer, den alle Marathonmann nennen, hinter seiner Geldbörse her, da besucht eine Fotografin jedes Wochenende ihren kleinen Sohn, da will ein Anwalt lieber Gastgeber sein - immer geht es knapp vorbei am Eigentlichen, an der eigenen Sehnsucht. Viele Ehrungen erhielt die In Ungarn geborene Mora bereits für ihre Prosa, darunter den Deutschen Buchpreis; gerade eben wurde sie für "Aliens" mit dem Bremer Literaturpreis geehrt.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.waz.de]

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