Kein Reim auf Mensch.
Gedichte und Grotesken von Ulrike Migdal (2017, Geest-Verlag).
Besprechung von JD aus der NRZ vom 19.05.2017:

Ungereimtheiten

Die Ungereimtheiten wollen kein Ende nehmen in Ulrike Migdals neuem Buch - der letzte Text der Bochumer Autorin darin ist ein Gedicht mit dem Titel "Prolog". Es allerdings ein eher untypisches, fast impressionistisches und feiert den kraftvollen Beginn des Frühlings:

Das Ohr am Märzgeäst
da ist
das leise Krachen schon
des Frühlings
in blauen Augenblicken
knacken erste Knospen
die gräulichen Verliese

Lyrik in freien Versen wechselt in diesem Band mit lyrischer Prosa, die oft eine surreale Atmosphäre erzeugt und ebenso wenig wie die Gedichte glatt aufgeht. Ulrike Migdal richtet ihren Blick auf paarweise Missverständnisse und andere Schiefstände zwischen Männern und Frauen, aber auch auf die eigenwilligen Kommunikationsweisen des frühen 21. Jahrhunderts, mit Humor, Grimm und hochdrehender Phantasie.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.nrz.de]

Leseprobe I Buchbestellung 0517 LYRIKwelt © Neue Ruhr/Rhein Zeitung