Ostfriesentod von Klaus-Peter Wolf, 2017, S. FischerOstfriesentod.
Roman von Klaus-Peter Wolf (2017, S. Fischer).
Besprechung von Britta Heidemann in der WAZ vom 17.2.2017:

Seelische Untiefen
Klaus-Peter Wolfs neuer Krimi "Ostfriesentod" erzählt von Manipulation und Lügen.

Küstenbewohner wissen wohl: Das Meer ist ein herrlicher Sehnsuchtsort – und doch immer mehr als das, was wir darin sehen. Unter der sonnenspiegelnden, freundlich welligen Oberfläche lauern Untiefen, Raubfische, ist der ewige Überlebenskampf im vollem Gange. Im neuen Ostfriesenkrimi des gebürtigen Gelsenkircheners Klaus-Peter Wolf gerät Komissarin Ann Kathrin Klaasen in einen Strudel aus Verdächtigungen und Lügen, verstrickt sich in perfiden Netzen – und wird gar des Mordes verdächtigt.

Ein Haus brennt im beschaulichen Städtchen Norden, so beginnt „Ostfriesentod“. Ein Kleinkind wird gerettet, aber ein Mann stirbt in den Flammen; oder war er schon vorher tot? Zugleich fällt Ann Kathrin Klaasen bei einer Hausdurchsuchung sehr unangenehm auf – nur war sie gar nicht dort. Dann gibt es da noch einen Internet-Shop auf ih­ren Namen, ein Konto mit sehr viel Geld. Schließlich eine Tote, erschossen mit Klaasens Dienstwaffe.

Parallel erzählt Wolf, wie eine Frau namens Maggie sehr junge Männer gewissen manipulativen Reifeprüfungen unterzieht und als „Krieger“ gegen Unschuldige ins Feld schickt. Früh ahnen wir, wie diese Fäden sich wohl verknüpfen. Doch Spannung und Tempo hält Wolf durch die raschen Perspektivwechsel, die seine Bücher zur lebendigen Lektüre machen.

200 000 Exemplare beträgt die Startauflage von „Ostfriesentod“; längst ist die Reihe Bestsellergarant – und bald auch im TV. In einer ZDF-Verfilmung von Band eins wird Christiane Paul Kommissarin Klaasen spielen, die Ausstrahlung ist für April geplant. Noch im März liest KP Wolf im Revier: 11.3. Duisburg, 12.3. Bottrop, 13.3. Dinslaken, 14.3. Gelsenkirchen, 15.3. Dortmund, 16.3. Bochum, 17.3. Düsseldorf.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.waz.de]

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